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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Praxis Lichtlinie · Ronya Tillenburg · Stand: Mai 2025

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Beratungs- und Therapieleistungen, die von Ronya Tillenburg (nachfolgend „Praxis") im Rahmen der Praxis Lichtlinie, Ludwig-Wolker Str. 29, 40764 Langenfeld (Rheinland), erbracht werden. Sie gelten gegenüber natürlichen Personen (nachfolgend „Klientinnen und Klienten"), die Leistungen der Praxis in Anspruch nehmen.

Abweichende Bedingungen des Klienten werden nicht anerkannt, es sei denn, die Praxis stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Leistungsgegenstand

Die Praxis erbringt Leistungen auf dem Gebiet der systemischen Beratung und Therapie, insbesondere:

  • Systemische Einzel-, Paar- und Familienberatung
  • Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie
  • Beratung in Erziehungsfragen und bei Entwicklungsthemen
  • Online-Videositzungen über den datenschutzkonformen Dienst Jitsi Meet

Wichtiger Hinweis: Die Tätigkeit der Praxis erfolgt im Rahmen der systemischen Beratung und Therapie nach DGSF-Standard. Sie stellt keine ärztliche oder psychologische Heilbehandlung im Sinne des Heilpraktikergesetzes dar und ersetzt keine psychiatrische, ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung im Sinne des SGB V (gesetzliche Krankenversicherung). Die Leistungen der Praxis werden in der Regel nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Klientinnen und Klienten sind für die Klärung mit ihrer Versicherung selbst verantwortlich.

§ 3 Terminvereinbarung

Termine werden telefonisch, per E-Mail, über das Online-Buchungssystem (Calendly) oder über das Klientenportal vereinbart. Die Terminbestätigung durch die Praxis begründet das Vertragsverhältnis.

Für Erstgespräche gilt: Ein Anspruch auf einen bestimmten Termin oder Therapeuten besteht nicht. Die Praxis behält sich vor, Termine aus organisatorischen Gründen (z. B. Krankheit, höhere Gewalt) zu verlegen; in diesem Fall wird dem Klienten schnellstmöglich ein Ersatztermin angeboten.

§ 4 Absagen und Ausfallhonorar

Absage durch den Klienten: Termine können bis zu 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei abgesagt werden. Die Absage hat per Telefon oder E-Mail zu erfolgen.

Bei Absagen innerhalb von 24 Stunden vor dem Termin oder bei unentschuldigtem Nichterscheinen wird ein Ausfallhonorar von 50 % des vereinbarten Sitzungshonorars in Rechnung gestellt. Dies gilt nicht bei plötzlich eingetretener, nachgewiesener Erkrankung (ärztliches Attest auf Anforderung).

Absage durch die Praxis: Muss die Praxis einen Termin kurzfristig absagen, wird kein Ausfallhonorar berechnet. Es wird ein kostenfreier Ersatztermin angeboten.

§ 5 Honorar und Zahlungsbedingungen

Das aktuelle Honorar für Einzel-, Paar- und Familiensitzungen wird zu Beginn des Beratungsverhältnisses besprochen und schriftlich oder in der Buchungsbestätigung festgehalten. Preisänderungen werden dem Klienten mindestens vier Wochen im Voraus mitgeteilt.

Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug per Überweisung zu begleichen (Bankverbindung auf der Rechnung). Bei Zahlungsverzug ist die Praxis berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) zu berechnen.

Barzahlung ist nach vorheriger Absprache ebenfalls möglich.

§ 6 Online-Sitzungen

Online-Sitzungen werden über den Ende-zu-Ende verschlüsselten Videodienst Jitsi Meet durchgeführt. Für die Teilnahme ist lediglich ein aktueller Webbrowser sowie eine stabile Internetverbindung erforderlich; eine App-Installation ist nicht notwendig.

Der Klient ist für eine geeignete Umgebung (ruhiger, ungestörter Ort, ausreichende Beleuchtung und Internetverbindung) selbst verantwortlich. Technische Störungen auf Seiten des Klienten berechtigen nicht zur Minderung des Honorars; die Praxis wird bei Störungen auf ihrer Seite einen Ersatztermin anbieten.

Das Aufzeichnen von Sitzungen (Audio, Video oder Bildschirm) ist ohne ausdrückliche schriftliche Einwilligung aller Beteiligten untersagt und stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Vertraulichkeit des therapeutischen Rahmens dar.

§ 7 Schweigepflicht und Datenschutz

Ronya Tillenburg unterliegt der beruflichen Schweigepflicht gemäß § 203 StGB sowie den berufsethischen Grundsätzen der DGSF. Alle im Rahmen der Beratung und Therapie bekannt werdenden Informationen werden streng vertraulich behandelt und nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Klienten an Dritte weitergegeben, es sei denn, gesetzliche Offenbarungspflichten (z. B. bei akuter Gefahr für Leib und Leben) bestehen.

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

§ 8 Mitwirkungspflicht und Eignung

Eine erfolgreiche Beratung und Therapie setzt die aktive Mitwirkung des Klienten voraus. Der Klient ist verpflichtet, der Praxis Informationen mitzuteilen, die für den Beratungsprozess relevant sind, insbesondere bestehende psychiatrische Diagnosen, laufende medikamentöse Behandlungen oder frühere Therapieverläufe.

Systemische Beratung und Therapie ist nicht geeignet für Personen in akuter psychiatrischer Krise, mit aktiver Suizidalität oder mit schweren psychiatrischen Erkrankungen, die eine medizinische Behandlung erfordern. In diesen Fällen wird der Klient an geeignete Fachstellen (Psychiatrie, Krisentelefon) verwiesen.

§ 9 Haftungsausschluss

Die Praxis erbringt ihre Leistungen nach bestem Wissen und Gewissen auf dem aktuellen Stand systemischer Beratung und Therapie. Es wird keine Garantie für den Eintritt eines bestimmten Beratungs- oder Therapieerfolgs übernommen. Systemische Beratung ersetzt keine medizinische oder psychiatrische Behandlung.

Die Haftung der Praxis für Schäden ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen, soweit keine wesentlichen Vertragspflichten (Kardinalpflichten) verletzt werden. Die Haftung für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit bleibt unberührt.

§ 10 Beendigung des Vertragsverhältnisses

Das Beratungs- und Therapieverhältnis kann von beiden Seiten jederzeit beendet werden. Eine Beendigung durch die Praxis erfolgt insbesondere dann, wenn:

  • die Leistungen der Praxis für den Klienten nicht (mehr) geeignet erscheinen,
  • der Klient seine Mitwirkungspflichten dauerhaft verletzt,
  • Zahlungsrückstände bestehen, die trotz Mahnung nicht beglichen werden.

Bereits vereinbarte und bezahlte Sitzungen werden in diesem Fall nach Möglichkeit noch durchgeführt oder der entsprechende Betrag erstattet.

§ 11 Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, Langenfeld (Rheinland).

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

Änderungen dieser AGB werden Klientinnen und Klienten rechtzeitig mitgeteilt. Widerspricht der Klient der Änderung nicht innerhalb von vier Wochen nach Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen.


Diese AGB wurden mit Sorgfalt erstellt. Sie ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an info@praxis-lichtlinie.de.